Chiropraktik und Akupunktur für Kleintiere und Pferde
Dr. med. vet. Elke Forner | Dr. med. vet. Susanne Lange
Kleintierpraxis Jägerstraße &

Neuigkeiten

Hier finden Sie wichtige Informationen für Sie als Tierhalter. 

Zecken gehören zu den Spinnentieren, genaugenommen zu den Milben. Sie haben vier Beinpaare und einen Kopf mit Mundwerkzeugen und Tasthaaren. Mit den Mundwerkzeugen beißen sie sich in Ihrem Wirtstier fest und saugen sich dann mit Blut voll. Dies kann bis zu 15 Tagen dauern. Einmal vollgesogen kann die Zecke ohne erneute Nahrungsaufnahme sehr lange überleben, dass Weibchen legt gleich nach der Nahrungsaufnahme die Eier ab.

In Deutschland sind allgemein der gemeine Holzbock (Ixodes Rhicinus), die braune Hundezecke und die Auwaldzecke bekannt.

Zecken können als Überträger von Krankheiten dienen. Zum einen können sie das Bakterium Borelliosa übertragen, welches das Nervensystem, die Gelenke, Organe oder andere Weichteile befällt und und dort zu Fehlfunktionen führt. Zum anderen können sie FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) übertragen. Diese Viruserkrankung befällt das Gehirn und führt dort zu Hirnhautentzündung. FSME ist eher in Süddeutschland von Bedeutung, in Norddeutschland gibt es bis jetzt nur wenige Fälle.

Genau deshalb ist es wichtig, etwas gegen die Zecken zu tun und Hund und Katze prophylaktisch gegen sie zu behandeln. Es gibt verschiedenste Präparate, die aufgetragen oder eingenommen werden können. Wir beraten Sie gerne welches für Ihr Tier und Ihre Bedürnisse geeignet ist.

Auch sollten Hundebesitzer, deren Hunde viel und häufig von Zecken befallen sind oder vermehrt in Gebieten unterwegs sind, die eine hohe Zeckendichte aufweisen, über eine zusätzliche Borreliose-Impfung Ihres Hundes nachdenken. Diese führt nicht dazu, dass Hunde nicht mehr von Zecken befallen werden, hat aber den Zweck, das Risiko einer Borreliose-Infektion zu vermindern.

Um den Gerüchten über eine tödliche weiße Zecke entgegenzusetzen: es gibt eine weiße Igelzecke, welche in seltenen Fällen auch unsere Haustiere als Wirtstier annimmt. Auch können Zeckennymphen weiß erscheinen. In beiden Fällen geht aber keine größere Gefahr von den Zecken als von den gewöhnlichen Zecken.

Wir freuen uns auf Ihren nächsten Besuch und für Fragen stehen wir Ihnen gerne auch telefonisch zur Verfügung.

 

Über die von der Zecke übertragene Borreliose haben wir im letzten Bericht berichtet. Dieses Mal geht es um die Krankheiten, die Zecken im Ausland übertragen, wo bei diese auch langsam in Deutschland einziehen.

Ehrlichiose:

Die Ehrlichiose ist eine bakterielle Infektion über tragen durch den Speichel der Braunen Hundezecke. Dieses Bakterium greift die Mono- und Lymphozyten an. Das Krankheitsbild ist uneinheitlich, lässt sich aber im allgemeinen in drei Phasen unterteilen. In der ersten Phase, die AKUTE Phase, etwa drei Wochen nach der Infektion, treten Fieber, Erbrechen, akutes Nasenbluten (beidseits) und Lymphknotenschwellungen auf. Die zweite Phase, die SUBKLINISCHE Phase, verläuft ohne Symptome, sie dauert ca. 2 Monate. Darauf folgt die dritte, die CHRONISCHE Phase, in welcher sich meistens die Milz vergrößert und es zu Gelenkentzündungen und/oder Hirn- und Hirnhautentzündungen kommt. Nachgewiesen wegen kann die Infektion durch die Antikörperbestimmung im Blut zwei Wochen nach der Infektion. Die Therapie erfolgt durch ein Antibiotikum. Ehrlichiose-Fälle gibt es in ganz Europa, allerdings vermehrt in Süd- und Osteuropa.

Anaplasmose:

Anaplasmose ist wie die Ehrlichiose eine bakterielle Infektion. Ihr Überträger ist der gemeine Holzbock. Sie läuft wie die Ehrlichiose in 3 Phasen ab. Symptome der ersten Phase sind dabei Fieber Apathie, Gelenkschwellungen mit Gelenkentzündungen und Erkrankungen der Lymphknoten. Es kann auch vermehrt zu spontanen Blutungen kommen. Der Nachweis von Antikörpern im Blut ist nach 3 Wochen nach Infektion möglich. Therapiert wird wieder mit Antibiotikum. Die Anaplasmose zählte früher zu den Reisekrankheiten, jetzt gibt es allerdings auch schon vermehrt Fälle in Deutschland.

Babeiose:

Bei der Babeiose handelt es sich um Einzeller „Babesien“, welche die roten Blutkörperchen befallen und zerstören. Wie auch bei den anderen Erkrankungen sind die Symptome eher uneinheitlich und die Krankheit kann auch symptomfrei verlaufen. Meist verschlechtert sich jedoch der allgemeine Zustand des Tieres und häufig kommt es zur Gelbsucht. Babeiose tritt des häufigeren in Verbindung mit Ehrlichiose auf. Behandelt wird mit Antibiotikum.

Da alle diese Krankheiten schwer verlaufen und trotz antibiotischer Behandlung nicht immer erfolgreich therapierbar sind, sollten Sie ihr Tier prophylaktisch gegen Zecken behandeln.

Die zur Verfügung stehenden Präparate sind unterschiedlich in der Art der Anwendung sowie ihrer Wirksamkeit (Akarizide = Abtötende, Repellierende = Abschreckende).

Bei uns in der Praxis angewendete Präparate zur prophylaktischen Zeckenbehandlung

Präparat Name

Anwendung

Wirkung

Wirkung über

Wirkungsdauer*

Angewendete Tierart

Zusätzlich wirksam gegen**

Advantix

Spot-On

Akarizide/ Repellierende

Haut

3-4 Wochen

Hund (ist tödlich für Katzen

Flöhe, Haarlinge, Schmetterlingsfliege, Stechmücke,Stechfliege

Bravecto

oral

Akarizide

Blutbahn

8-12 Wochen

Hund

Flöhe

Broadline

Spot-On

Akarizide/ Repellierende

Blutbahn

-3 Wochen

Katze

Flöhe, Bandwürmer, Magendarmwürmer, Lungenwürmer, Haarwürmer, Herzwurmerkrankung, Kopfräude (Grabmilbe)Frontline

Frontline Combo

Spot-On

Akarizide

Haut

4 Wochen

Hund, Katzen

Flöhe, Haarlinge

Next Gard

oral

Akarizide

Blutbahn

1 Monat

Hund

Flöhe

Seresto

Halsband

Akarizide/ Repellirende

Haut

8 Monate

Hund, Katze

Flöhe, Haarlinge

Vectra

Spot-On

Akarizide/ Repellierende

Haut

3-4Wochen

Hund

Flöhe, Sandmücken, Stechmücken, Stechfliegen

Die Angaben beziehen sich auf dir Datenbank der Vetidata.

* Wirkungsdauer kann zwischen den Zeckenarten variieren, die längere Zeitangabe bezieht sich auf den hier verbreiteten Gemeinen Holzbock (Ixodes ricinus)

**Wirkungsdauer kann abweichen von der Wirkungsdauer gegen Zecken, für genaue Angaben wenden sie sich bitte an uns.

Bei Fragen oder Unklarheiten wenden Sie sich gerne an uns!

Seit dem 29. Dezember 2014 gibt es einen neuen EU-Heimtierausweis für Reisen ins Ausland. Optisch ähnelt er dem alten blauen EU-Heimtierausweis, allerdings gilt es bei der Ausstellung einige Änderungen zu beachten. Personenbezogene Daten müssen vom Tierhalter per Unterschrift bestätigt werden. Ebenfalls werden die Informationen zum ausstellenden Tierarzt dokumentiert und von diesem unterschrieben.

Die Daten zum Tier, vor allem die Seite, die die Informationen zur Mikrochip-Nummer enthält und die eingeklebten Tollwut-Aufkleber, werden ab sofort mit einer selbstklebenden Laminierung versiegelt, um das Missbrauchsrisiko zu vermindern.

Wir sind darüber hinaus verpflichtet, die Ausstellung des Heimtierausweises und der darin erfassten Daten zum Besitzer und zum Tier zu dokumentieren.

Heimtierausweise, die vor dem 29.12.2014 ausgestellt wurden, behalten weiterhin ihre Gültigkeit.

Seit dem 31.12.2014 dürfen Welpen ohne gültige Tollwutimpfung nicht nach Deutschland eingeführt werden. Dies war bislang noch für Privatpersonen möglich, ist nun aber durch die neue Verordnung definitiv untersagt.

Da zwischen der gültigen, also wirksamen Tollwut-Impfung und der Einreise mindestens 3 Wochen liegen müssen, können Welpen erst nach der 15. Lebenswoche eingeführt werden. Eine Tollwut-Impfung ist erst ab der 12. Lebenswoche möglich und der Impfschutz wird erst nach 21 Tagen wirksam.

Dies soll illegalen Welpenhändlern ihren Job erschweren.

Diese neuen Regelungen gelten auch für Katzen und Frettchen.

 

Unsere Öffnungszeiten

 

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Montags bis Donnerstags

9.30-12.00 und
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Jägerstraße 8
21339 Lüneburg

Telefon 04131-63063

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