Chiropraktik und Akupunktur für Kleintiere und Pferde
Dr. med. vet. Elke Forner | Dr. med. vet. Susanne Lange
Kleintierpraxis Jägerstraße &

Umgangssprachlich kennen die meisten Diabetes mellitus als „Zuckerkrankheit“. Diese Erkrankung kann bei Tieren jeden Alters auftreten, die überwiegende Zahl der uns vorgestellten Diabetes-Patienten sind jedoch ältere Tiere.

Was haben die Bauchspeicheldrüse, Insulin und Zucker nun mit dieser Erkrankung zu tun? Bestimmte Zellen der Bauchspeicheldrüse bilden das Hormon Insulin. Insulin benötigt der Körper, um Glukose (also ein Form von Zucker) zu verwerten und zu speichern. Glukose ist für den Körper ein Energielieferant und Insulin ist quasi der „Schlüssel“, um die „Türen“ der Körperzellen zu öffnen, damit die Glukose vom Blut in die Körperzellen gelangt und der Körper Energie bekommt. Wird nicht genug Insulin gebildet, sind – weiterhin bildlich gesprochen – nicht genug Schlüssel da, um die Türen zu öffnen, deshalb bleibt die Glukose im Blut. So entsteht ein Diabetes Mellitus, d.h. also, dassder Körper ist nicht mehr in der Lage ist, seinen Blutzuckerspiegel zu kontrollieren. Der Blutzuckerspiegel im Blut steigt immer weiter an, weil nicht genug Insulin da ist, um ihn in die Zellen zu bringen und die Körperzellen bleiben weiterhin energielos und „hungrig“.

Anhand welcher Symptome lässt sich ein Diabetes mellitus vermuten?

Das Tier trinkt deutlich mehr als früher und muss auch viel mehr Harn absetzen als zuvor. Hund neigen zu vermehrter Futteraufnahme und nehmen aber dennoch ab, während Katzen eher die Nahrungsaufnahme verweigern. Das Fell wird stumpf, bei Hunden können die Augen trüber werden, bei Katzen tritt gelegentlich eine Schwäche in den Hintergliedmaßen auf.

Um einen Diabetes mellitus zu diagnostizieren, ist eine Blutuntersuchung notwendig. Dabei wird nicht nur der Nüchtern-Blutglukosewert bestimmt, sondern auch der Fructosaminwert. Anhand des Fructosaminwertes lässt sich unterscheiden, ob eine sog. Hyperglykämie (zuviel Glukose im Blut) schon länger besteht oder erst kurzfristig entstanden ist.

Wird bei einer Hündin ein Diabetes Mellitus diagnostiziert, ist eine Kastration dringend ratsam. Die Eierstöcke produzieren nach der Läufigkeit das Hormon Progesteron, welches einen negativen Einfluss auf die Insulinwirkung hat. Nach der Kastration muss die Insulintherapie der Hündin eng überwacht werden, da es vorkommen kann, dass sie weniger oder sogar kein Insulin mehr benötigt.

Ebenso sollten bei diabetischen Hündinnen keine „Anti-Läufigkeits-Spritzen“ mehr eingesetzt werden, da diese häufig Substanzen enthalten, die ähnlich wie Progestoren wirken und die Insulinwirkung negativ beeinflussen.

Zu Beginn der Behandlung von Diabetes mellitus berechnen wir die Anfangsdosis Insulin für ihr Tier. Jede Insulintherapie muss sehr individuell auf jedes Tier eingestellt werden. Wie oft und wie viel Insulin sie verabreichen müssen, müssen wir individuell entscheiden. Beim Tier wird Insulin nach der Fütterung verabreicht, damit man die Nahrungsaufnahme kontrollieren kann.

Zusätzlich zur Insulintherapie gibt es Spezialnahrung für Diabetiker, die dabei hilft den Blutzuckerspiegel relativ konstant zu halten und unter Umständen den Insulinverbrauch zu senken.

Was tun bei Unterzuckerung?

Symptome für Unterzuckerung sind Unruhe, Zittern, Bewegungsstörungen und Bewusstlosigkeit (bis hin zum Koma). Sollte Ihr Tier noch in der Lage sein, Futter aufzunehmen, dann bieten Sie bitte sofort Futter an. Kann es nicht mehr fressen, ist das verabreichen einer Zuckerlösung (1 g Zucker pro kg Körpergewicht des Tieres, d.h. 5 kg Katze 5 g Zucker) möglich. Sie können auch Zucker, Sirup oder Honig in das Zahnfleisch oder unter die Zunge massieren. Dann sollten Sie sich schnellstmöglich an Ihren Tierarzt oder den Notdienst wenden!

Alles in allem kann man sagen, dass Diabetes mellitus zwar eine schwerwiegende Erkrankung ist, aber dank der Behandlungsmöglichkeiten kann ein Tier auch mit dieser Krankheit alt werden und ein zufriedenes Leben führen.

 

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