Chiropraktik und Akupunktur für Kleintiere und Pferde
Dr. med. vet. Elke Forner | Dr. med. vet. Susanne Lange
Kleintierpraxis Jägerstraße &

Die hier gelisteten Impfschemata sind Impf-EMPFEHLUNGEN. Jedes Tier ist unterschiedlich und kann auch unterschiedlich auf Impfungen reagieren, besteht berechtigte Sorge, dass ein Tier möglicherweise die Impfung nicht vertragen wird oder bereits in der Vergangenheit nicht vertragen hat, werden wir einen individuellen Impfplan erstellen und/oder nach anderen Wegen suchen, die Gesundheit Ihres nicht durch eine Impfung zu gefährden.

Hunde sollten als Welpen im Alter von 8 Wochen ihre erste Impfung gegen Hepatitis Contagiosa Canis (HCC = ansteckende Leberentzündung des Hundes), Leptospirose, Parvovirose, Parainfluenza und Staupe erhalten. In der 12. Lebenswoche wird diese Impfung wiederholt und zusätzlich gegen Tollwut geimpft. In der 16. Lebenswoche wird nochmals gegen HCC, Parvovirose, Parainfluenza, Staupe und Tollwut geimpft. Im Alter von 15 Monaten wird die Grundimmunisierung mit der Impfung gegen HCC, Leptospirose, Parvovirose, Parainfluenza, Staupe und Tollwut abgeschlossen.

Ist der Hund bei der Erstvorstellung zur Grundimmunisierung älter als 12 Wochen wird 2x im Abstand von 4 Wochen geimpft und dann die Grundimmunisierung nach 1 Jahr abgeschlossen.

Für die Wiederholungsimpfungen nach der abgeschlossenen Grundimmunisierung gelten folgende Empfehlungen:

Gegen Leptospirose sollte jährlich geimpft werden, bei Bedarf (wie z.B. wenn eine Häufung von Leptospirosefällen in der Umgebung bekannt ist) häufiger (z.B. halbjährlich).

Bei den Wiederholungsimpfungen gegen HCC, Parvovirose, Staupe und Tollwut richten wir uns nach den Impfempfehlungen der ständigen Impfkommission des Bundesverbandes Praktizierender Tierärzte (bpt) und nach den Angaben der Packungsbeilagen der jeweiligen Impfstoffhersteller – für Tollwut ist ein dreijähriger Rhythmus ausreichend, Staupe, HCC, Parainfluenza und Parvovirose werden jährlich aufgefrischt.

Die intranasalen Impfstoffe gegen Bordetella bronchiseptica (Bestandteil des Zwingerhusten-Komplexes) schützen nicht vollständig gegen eine Ansteckung, reduzieren aber die klinische Symptomatik. Eine Impfung empfiehlt sich bei erhöhter Infektionsgefahr, z.B. bei Aufenthalt in der Tierpension, in Welpengruppen oder auf dem Hundeplatz. Eine Erstimpfung ist ab der 8. Lebenswoche möglich, die Impfung sollte mindestens 1 Woche vor der zu erwartenden Exposition stattfinden.

Das Canine Herpesvirus (CHV-1) ist vor allem in Hundezuchten relevant. Die Impfung sollte während der Läufigkeit oder 7 bis 10 Tage nach dem Decktermin erfolgen, eine 2. Impfung 1 bis 2 Wochen vor dem zu erwartenden Wurftermin.

Die Impfstoffe, die zur Zeit gegen Borreliose-Erreger auf dem Markt sind, bieten noch keine 100%ig schützende Immunität gegen die in Europa auftretenden Borrelien-Stämme. Deshalb ist eine gute Zeckenprophylaxe (z.B. durch Spot on-Präparate oder Halsbänder) sehr wichtig! Grundsätzlich ist eine Erstimpfung im Alter von 12 Lebenswochen möglich. Die Auffrischung erfolgt nach 3 bis 5 Wochen. Eine dritte Impfung ist nach 6 Monaten von Nöten. Ein Jahr später schließt die 4. Impfung die Grundimmunisierung ab, danach ist eine jährliche Auffrischung – vorzugsweise im März/April - notwendig.

Reisen Sie mit Ihrem Hund in Gebiete mit erhöhter Leishmaniose-Übertragungsgefahr, ist eine Impfung gegen Leishmaniose empfehlenswert. Der zur Zeit erhältliche Impfstoff bietet zwar keinen 100%igen Schutz vor Ansteckung, aber senkt das Risiko deutlich. Dennoch ist eine zusätzliche Prophylaxe gegen Sandmücken unerlässlich! Die erste Impfung gegen Leishmaniose kann frühestens mit 6 Monaten vorgenommen werden, die zweite und dritte Impfung folgen jeweils 3 Wochen später. Die Wiederholungsimpfungen finden im jährlichen Abstand statt.

(Informationsquelle: „Leitlinie zur Impfung von Kleintieren“, Ständige Impfkommision Vet. im Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V.; Packungsbeilagen unserer Impfhersteller)

 

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