Chiropraktik und Akupunktur für Kleintiere und Pferde
Dr. med. vet. Elke Forner | Dr. med. vet. Susanne Lange
Kleintierpraxis Jägerstraße &

Neuigkeiten

Hier finden Sie wichtige Informationen für Sie als Tierhalter. 

Seit Juli 2013 ist in Niedersachsen für Neuhundebesitzer und diejenigen, die nach 2 Jahren Hundepause sich einen neuen Hund zulegen, ein Sachkundenachweis zur Pflicht geworden. Es gibt einen von der TAG-H (Tierärztliche Arbeitsgemeinschaft Hundehaltung e.V.) entwickelten, bundesweit einheitlichen Test - den D.O.Q.-Test 2.0 (Dog Owners Qualification Test) - und den Niedersächsischen Sachkundenachweis. Diese beiden Test unterscheiden sich nur in kleinen Teilen. Der Niedersächsische Sachkundenachweis wird grundsätzlich in Niedersachsen anerkannt, ob eventuell der D.O.Q.-Test 2.0 anerkannt wird erfragen Sie bitte bei der für Sie zuständigen Behörde.

Sowohl der D.O.Q.-Test 2.0 als auch der niedersächsische "Hundeführerschein" bestehen aus einem theoretischen und einem praktischen Prüfungsteil. Bei bestandener theoretischer Prüfung erhält der Hundefreund ein Zertifikat ausgestellt, das ihn zur Teilnahme an der praktischen Prüfung berechtigt.
Geeignet ist der Test auch für die Gruppe der Hunde-interessierten, die vor der geplanten Anschaffung des begehrten Vierbeiners ihren Wissensstand überprüfen möchten. 
Wir zählen zu den registrierten Testcentern, so dass Sie sowohl die theoretische Prüfung als auch die praktische Prüfung für den Niedersächsischen Sachkundenachweis und den D.O.Q.-Test 2.0 bei uns ablegen können
Als Vorbereitung zum Sachkundenachweis empfehlen wir folgendes Buch:

"Hundeführerschein und Sachkundenachweis - Mit Frage-Antwort-Katalog des VDH" von Dr. Esther Schalke und Gabriele Metz. Dieses ist in Kürze bei uns in der Praxis erhältlich.

Auch "Sachkundenachweis für Hundehalter: Theoretische Grundlagen und praktische Übungen", Celina DelAmo und "Sachkunde für Hundehalter: Vorbereitung auf den D.O.Q.-Test 2.0 und andere Hundeführerscheine", Dorit Feddersen-Petersen u.a. können der Vorbereitung dienen.

Bei Fragen zum Test wenden Sie sich gerne an uns!

Die Frage nach der Höhe von Behandlungskosten und den Kosten für (Standard-)Operationen ist für Tierhalter wichtig und auch legitim zu stellen. Leider können wir nicht immer pauschal vorhersagen wie teuer eine Behandlung wird, da wir jeden Patienten individuell betrachten und auch den Besitzer und seine Wünsche nicht außen vor lassen. In diesem Artikel möchten wir Sie darüber informieren auf welchen Grundlagen wir unsere Preise berechnen.

Wir müssen uns - wie alle Tierärzte in Deutschland - an eine bundeseinheitliche Rechtsverordnung, die Gebührenordnung für Tierärzte (kurz: GOT), halten.

Die Behandlungskosten setzen sich aus den Gebühren für tierärztliche Leistungen und den Kosten für angewandte und/oder abgegebene Medikamente und der Mehrwertsteuer zusammen. Für die tierärztlichen Leistungen sind in der GOT Gebühren in Höhe eines Mindestsatzes (1-facher Satz), eines 2-fach Satzes und eines Höchstsatzes (3-facher Satz) vorgesehen. Die Umstände des Falles, die Schwierigkeit des Falles, der Zeitaufwand, der Wert des Tieres und die örtlichen Verhältnisse spielen eine Rolle, welcher Satz gewählt wird. Der einfache Satz darf von keinem Tierarzt unterschritten werden, der Dreifach-Satz darf nicht überschritten werden – außer in begründeten Einzelfällen und nur nach schriftlicher Vereinbarung zwischen Tierarzt und Patientenbesitzer.

Jetzt wird vielleicht auch deutlich warum z.B. eine Kastration eines kleinen Rüden fast genau so viel kostet wie die Kastration eines großen Rüden: Die Berechnung der Leistungen für die Kastration bleibt dieselbe, was variiert ist die Menge an Medikamenten, die verbraucht und verabreicht werden, auch der Zeitaufwand ist nahezu derselbe. Ebenso kann eine Kastration eines Kaninchens nicht weniger kosten als das Kaninchen selbst in den Anschaffungskosten, da die Summe der Kosten für die tierärztliche Leistung und die angewandten Medikamente in der Regel die Anschaffungskosten für ein Heimtier übersteigt.

Grundsätzlich sollte sich jeder bewusst sein, dass die Anschaffung eines Haustieres durchaus mit Kosten verbunden ist, im Idealfall sind es „nur“ Futterkosten, aber im Krankheitsfall eben auch Tierarztkosten.

Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung, wenn Sie Fragen zu Ihrer Rechnung haben und erläutern Ihnen die einzelnen von uns aufgeführten Posten. Im Verlauf einer Behandlung werden wir immer die möglicherweise entstehenden Kosten mit Ihnen durchsprechen und in Abstimmung mit Ihnen den individuellen Behandlungsplan erstellen.

Zur Zeit gibt es große Unsicherheit unter den Hundehaltern. Es kursieren zahlreiche Artikel über Hunde, die sich durch das Fressen von Pferdeäpfeln vergiftet haben und daran verstorben sind.

Das Giftige an einem Pferdeapfel ist allerdings nicht der Pferdeapfel selbst, sondern das nach einer Wurmkur in dem Kot enthaltene Entwurmungsmittel. Das gehört meist zur Gruppe der sogenannten Avermectine, die für Rinder, Schafe, Ziegen, Pferde und Schweine sehr gut verträglich sind. Bei diesen Spezies kommt es erst nach einer mehr als 10fachen Überdosierung zu Vergiftungserscheinungen. Dieses gilt eigentlich auch für Hunde, allerdings gibt es Ausnahmen: bei einigen Collies, Shetland Sheepdogs, Australian Shepherds (auch Minis), Bobtails, Longhaired Whippets, Silken Windhound, Wäller, McNab, Weißen Schäferhunden, Old English Sheepdogs, English Shepherds, dem Deutschen Schäferhund, Border Collies und Hütehund-Mischlingen kommt ein Gendefekt im MDR1-Gen vor, der dazu führt, dass bestimmte Arzneimittel wie z.B. Ivermectin, Doramectin, Moxidectin oder Loperamid vermehrt in das Zentrale Nervensystem übertreten können. Dies führt zu schwerwiegenden Vergiftungen bis hin zum Tod des betroffenen Tieres.

Inzwischen gibt es die Möglichkeit einer Blutuntersuchung, um einen möglichen Gendefekt nachzuweisen.

Wie sind die Symptome einer Vergiftung falls mein Hund doch aus Versehen Pferdeäpfel aufgenommen hat und an diesem Gendefekt leidet?

Bis zu 12 Stunden nach Aufnahme des Wirkstoffes kann es zu Müdigkeit, Taumeln, Bewusstlosigkeit, Koma, vermehrtes Speicheln, Erbrechen, Weitstellung der Pupillen, Ataxie (unkoordinierte Bewegungen) und Zittern auftreten. Bitte wenden Sie sich in diesem Fall schnellstmöglich an Ihre Tierarztpraxis.

Sie wissen, dass Ihr Hund diesen Gendefekt hat und konnten eine Aufnahme von Kot nicht verhindern? Wenden Sie sich auch jetzt schnellstmöglich an Ihre Tierarztpraxis, damit der Hund ein Medikament zum Erbrechen bekommt. Evtl. kann damit ein Teil der Giftaufnahme verhindert werden.

Grundsätzlich sollte für alle Hundehalter gelten, ein Auge auf ihren Hund zu haben, denn nicht nur Pferdeäpfel können Gefahren bergen.

Wünschenswert wäre eine Aufklärung der Pferdehalter. Eine Beseitigung der Pferdeäpfel auf öffentlichen Wegen nach Wurmkurgabe wäre super, ist aber nicht immer durchführbar. Alternative wäre das frisch entwurmte Pferd 2-3 Tage nicht im Gelände zu bewegen.

Mehr Infos zum MDR1-Gendefekt finden Sie hier:

http://www.vetmed.uni-giessen.de/pharmtox/mdr1_defekt.ph

 

Unsere Öffnungszeiten

 

für Medikamenten- und Futterabholung und Terminabsprachen:

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Telefon 04131-63063

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