Chiropraktik und Akupunktur für Kleintiere und Pferde
Dr. med. vet. Elke Forner | Dr. med. vet. Susanne Lange
Kleintierpraxis Jägerstraße &

Neuigkeiten

Hier finden Sie wichtige Informationen für Sie als Tierhalter. 

Giardien sind einzellige Parasiten, die bei Hunden und Katzen im Dünn- und Dickdarm auftreten können. Sie kommen weltweit verbreitet vor. Die Übertragung der infektiösen Giardienzysten, die mit dem bloßen Auge im Kot nicht erkennbar sind, erfolgt oral. Ein mit Giardien befallenes Tier kann über mehrere Wochen die infektiösen Giardienzysten mit dem Kot ausscheiden.

Ist ein Tier stark mit Giardien befallen, v.a. Welpen, Jungtiere, ältere Tiere und Tiere mit einem geschwächtem Immunsystem, fällt den Besitzern häufig auf, dass die Kotkonsistenz sehr wechselhaft ist. Zeitweise ist der Kot ganz normal geformt, dann wieder hell, schleimig, weichbreiig, teilweise blutig und stinkend. Oft sind die befallenen Tiere dabei aber keineswegs in ihrem Allgemeinbefinden gestört und zeigen auch normales Fress- und Trinkverhalten. Erwachsene und immunstarke Tiere können durchaus Träger dieser Parasiten sein, ohne jedoch Krankheitssymptome zu zeigen. Sie können zu sogenannten Dauerausscheidern werden, die so unentdeckt immer wieder andere Tiere und auch den Menschen anstecken können.

Giardien können auch für den Menschen ansteckend sein – es sind sogenannte Zoonoseerreger. Hiervon betroffen sein können auch hier v.a. Kinder, ältere und immunschwache Menschen. Wichtig ist hier eine gute Hygiene: waschen Sie sich regelmäßig die Hände!

Um die Darmparasiten nachweisen zu können, benötigen wir eine Sammelkotprobe. D.h. Sie sammeln an drei aufeinanderfolgenden Tagen etwas Kot – die dazu benötigten Probenröhrchen können Sie zuvor bei uns abholen. Wir untersuchen dann diese Kotprobe mittels eines ELISA-Antigentests direkt in unserer Praxis.

Welche hygienischen Maßnahmen sollten Sie zuhause ergreifen? Boxen und Zwinger können mit Dampfstrahlgeräten gereinigt werden. Näpfe für Trinkwasser und Futter müssen gut gereinigt werden. Decken sollten so heiß wie möglich gewaschen werden. Reinigen Sie die Katzenklos und desinfizieren Sie sie gut.

Leben mehrere Tiere im Haushalt, sollten alle Tiere zeitgleich gegen Giardien behandelt werden, damit mögliche unentdeckte Ausscheider nicht immer wieder die anderen Tiere anstecken.

Kaninchen sind soziale Tiere, d.h. sie brauchen die Gesellschaft von mindestens einem Kaninchen! Sowohl der Mensch als auch ein Meerschweinchen können den Artgenossen nicht ersetzen. Eine Einzelhaltung von Kaninchen sollte aus Gründen des Tierschutzes nur in Ausnahmefällen vorkommen.

Meist gut mögliche Kombinationen für die Paarbildung sind ein kastrierter Bock, der zusammen mit einem weiblichen Tier gehalten wird oder zwei kastrierte Böcke. Die gemeinsame Haltung von weiblichen Tieren kann durch hormonelle Einflüsse ausgelöst Probleme mit sich bringen, die zu Aggressionsverhalten führen können. In so einem Fall wäre eine Kastration angezeigt, damit die Tiere wieder stressfrei zusammenleben können. Grundsätzlich gilt: Je jünger die Tiere (4-6 Wochen), desto stressärmer das gegenseitige Kennenlernen.
Böcke sollten nach Möglichkeit vor der Geschlechtsreife mit ca. 10 Wochen kastriert werden. Sind die Tiere bereits geschlechtsreif, sollten die Böcke nach der Kastration noch mindestens 6 Wochen getrennt bleiben, da sie in diesem Zeitraum noch zeugungsfähig sein können.

Kaninchen sollten in einem Gehege untergebracht sein, in dem sie hoppeln, springen und sich aufrichten können. Die handelsüblichen Käfige sind für die Dauerhaltung ungeeignet, eignen sich aber als Schlafhäuschen.
Für die Haltung zweier Kaninchen sollten Sie mindestens 4qm Fläche zur Verfügung stellen. Die Fressplätze sollten getrennt von den Toilettenstellen sein; als Rückzugsmöglichkeiten können Tonröhren dienen, die einem Kaninchen Platz bieten. Mehr Platz können Sie durch das Einbringen von Zwischenebenen bieten. Sorgen Sie dafür, dass das Kaninchengehege sowohl ausbruchssicher ist als auch vor Feinden von aussen geschützt ist. Ebenso müssen Sie ausreichenden Schutz vor Hitze und direkter Sonneneinstrahlung bieten, da Kaninchen beides überhaupt nicht vertragen!

Bei der Fütterung gilt: Weniger ist mehr! Kaninchen brauchen für ein gesundes Leben vor allem gutes Heu und frische Gräser. Löwenzahn, Möhren, getrocknete und frische Zweige von ungespritzten Obstbäumen und Haselnusssträuchern sind willkommene Abwechslung und wichtig für den Zahnabrieb. Täglich frisches Wasser sollte zur freien Verfügung stehen.
Obst und getrocknetes Brot sind recht zuckerhaltig und sollten nur in kleinen Mengen gelegentlich als Belohnung gegeben werden.
Die im Handel angebotenen Fertigfutter und Snacks sind viel zu nährstoffreich und für die meisten Kaninchen nicht geeignet.
Möchten Sie Ihrem Kaninchen etwas anbieten, das es zuvor noch nie bekommen hat, z.B. Gurke oder Kohlblätter, geben Sie zunächst kleine Portionen. Sollte Ihr Tier darauf mit Unwohlsein oder Durchfall reagieren, geben Sie die neuen Sorten nicht mehr.

Kaninchen sind in der Lage Krankheitssymptome lange zu unterdrücken. Beobachten Sie Ihre Tiere deshalb genau und wiegen Sie sie regelmäßig, denn Gewichtsverlust kann ein Alarmzeichen sein.
Ein Kaninchen, das mehr als 24 Stunden keine Nahrung aufnimmt, ist ein Notfall!
Kontrollieren Sie vor allem im Sommer ein- bis zweimal täglich die Umgebung des Afters auf verklebte Kotreste und reinigen Sie den Bereich unter fliessend warmem Wasser vorsichtig. Fliegen legen gerne ihre Eier in diese verklebten, verdreckten Bereiche. Hieraus entwickeln sich binnen kürzester Zeit Maden, die rechtzeitig entdeckt und entfernt werden müssen. Ansonsten kann dieser Befall durchaus zum qualvollen Tod des Kaninchens führen.

Regelmäßige Schutzimpfungen können Ihre Tiere vor tödlich verlaufenden Seuchen wie Myxomatose und RHD ("Chinaseuche") schützen. Lassen Sie sich von uns beraten.

Unsere Fütterungsempfehlung für Kaninchen:

Heu: sollte immer zur freien Verfügung stehen

Frischfutter: 2x täglich
davon 1/2 bis 1/3 der Frischfutterration strukturiertes Grünfutter wie Gras, Kräuter, Löwenzahn, Möhrengrün, Salate
ca. 1/3 der Frischfutterration Gemüse wie Möhren, Sellerie
max. 1/4 der Frischfutterration Obst wie Apfel, Birne, Banane

pelletiertes Alleinfutter: max. 1 EL je kg Körpergewicht max. 2 x pro Woche

Getreide und Getreideprodukte wie Haferflocken, Brot, Knabberstangen am besten vom Speiseplan streichen

Angst ist eigentlich eine biologisch sinnvolle, angeborene Verhaltensweise, die Individuen wie Hund, Katze und auch Menschen davon abhält sich in Gefahr zu begeben und das Überleben sichert. Allerdings gibt es ausgeprägtere Formen von Angst bis hin zur Phobie wie z.B. vor den lauten Knallgeräuschen an Silvester, die sich von Jahr zu Jahr steigern können und zu großem Stress beim Hund führen.

Angstprobleme sollten nach Möglichkeit therapiert werden, denn ein Leben in ständiger Angst ist auch ein Leben in ständigem Stress und das kann ein tierschutzrelevantes Problem sein.

Warum hat mein Hund Angst? Die Angst kann verschiedenen Ursprungs sein oder auch mehrere Ursprünge haben. Es gibt Hunderassen, die geräuschempfindlicher reagieren als andere. Dazu gehören z.B. Border Collies und auch Bearded Collies. Angst kann entstehen, wenn ein Welpe nicht schon von klein auf verschiedene Geräusche kennengelernt hat, wie z.B. Staubsauger, Mixer, Platzen eines Ballons. Ein Hund lernt sein ganzes Leben lang, leider auch Angst vor der Angst an sich zu haben: z.B. kann eine Gewitterangst immer stärker werden; erst kommt die Angst vor dem Donner, dann kann die Angst vor dem vorher eintretenden Regen, der das Gewitter ankündigt und darauf folgen vielleicht schon die auftretenden Windböen als Angstauslöser. Natürlich tun wir als Besitzer noch ein übriges dazu: das vermeintlich gute Zureden in Stresssituationen verschlimmert die Angst häufig noch mehr, da die Zuwendung der Aufmerksamkeit in diesem Moment als Bestärkung für das Angstverhalten dient.

Kann man Abhilfe schaffen? Sicherlich. In erster Linie sollten Sie als Halter möglichst entspannt und neutral bleiben. Geben Sie Ihrem Hund ruhig die Möglichkeit sich an einem von ihm selbst gewählten Zufluchtsort zurückzuziehen. Halten Sie Türen und Fenster geschlossen und lassen Sie Fernseher oder Radio laufen. Beschäftigen Sie Ihren Hund in der „Knaller-Zeit“ vom 29.12. bis 06.01. gut und lasten Sie ihn körperlich und geistig aus. Machen Sie lange Spaziergänge und evtl. ein paar Suchspiele (die lassen sich auch zu Hause durchführen).

Kurzfristig kann man sicherlich mit Medikamenten Abhilfe schaffen. Bei nicht ganz schwer ausgeprägter Silvesterangst kann Zylkene eingesetzt werden. Dieses ist ein Caseinhydrolysat, das beruhigend auf den Hundeorganismus wirkt und das Wohlbefinden positiv beeinflusst. Es sollte bereits mindestens 2 Tage vor der gewünschten Wirkung gegeben werden, besser noch bereits 4 bis 8 Wochen vorher.

Bei starker Silvesterangst kann man zur kurzfristigen medikatösen Unterstützung Alprazolam einsetzen. Dies ist ein Benzodiazepin, sog. Tranquilizer. Es wirkt stark angstlösend. Auch hier sollte 3-4 Tage vor Silvester mit der Medikamentengabe begonnen werden und wegen des Suchtpotenzials über mehrere Tage nach Silvester wieder ausgeschlichen werden. Allerdings sollte dieses Medikament nicht bei (potentiell) aggressiven Hunden eingesetzt werden, da es Aggresionsverhalten verstärken kann.

Langfristig gesehen ist eine Verhaltenstherapie sicherlich sinnvoll. Einen verhaltenstherapeutisch tätigen Kollegen in der Nähe finden Sie unter: www.gtvmt.de. Seien Sie sich bewusst, dass eine Verhaltensänderung niemals von heute auf morgen geschieht und auch für Sie mit täglicher Arbeit verbunden ist, aber ein angstfreier Hund wird es Ihnen danken.

 

Unsere Öffnungszeiten

 

für Medikamenten- und Futterabholung und Terminabsprachen:

Montags bis Donnerstags

9.30-12.00 und
13.30-18.00 Uhr

Freitags

9.30-12.00 und
15.30-18.00 Uhr

Terminsprechstunde:

Montags bis Donnerstags

10.00-12.00 und
15.00-18.00 Uhr

Freitags

10.00-12.00 und
16.00-18.00 Uhr

 

Kleintierpraxis Jägerstraße

Jägerstraße 8
21339 Lüneburg

Telefon 04131-63063

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Weitere Informationen und Notfallhinweise

 

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