Chiropraktik und Akupunktur für Kleintiere und Pferde
Dr. med. vet. Elke Forner | Dr. med. vet. Susanne Lange
Kleintierpraxis Jägerstraße &

Zur Zeit gibt es große Unsicherheit unter den Hundehaltern. Es kursieren zahlreiche Artikel über Hunde, die sich durch das Fressen von Pferdeäpfeln vergiftet haben und daran verstorben sind.

Das Giftige an einem Pferdeapfel ist allerdings nicht der Pferdeapfel selbst, sondern das nach einer Wurmkur in dem Kot enthaltene Entwurmungsmittel. Das gehört meist zur Gruppe der sogenannten Avermectine, die für Rinder, Schafe, Ziegen, Pferde und Schweine sehr gut verträglich sind. Bei diesen Spezies kommt es erst nach einer mehr als 10fachen Überdosierung zu Vergiftungserscheinungen. Dieses gilt eigentlich auch für Hunde, allerdings gibt es Ausnahmen: bei einigen Collies, Shetland Sheepdogs, Australian Shepherds (auch Minis), Bobtails, Longhaired Whippets, Silken Windhound, Wäller, McNab, Weißen Schäferhunden, Old English Sheepdogs, English Shepherds, dem Deutschen Schäferhund, Border Collies und Hütehund-Mischlingen kommt ein Gendefekt im MDR1-Gen vor, der dazu führt, dass bestimmte Arzneimittel wie z.B. Ivermectin, Doramectin, Moxidectin oder Loperamid vermehrt in das Zentrale Nervensystem übertreten können. Dies führt zu schwerwiegenden Vergiftungen bis hin zum Tod des betroffenen Tieres.

Inzwischen gibt es die Möglichkeit einer Blutuntersuchung, um einen möglichen Gendefekt nachzuweisen.

Wie sind die Symptome einer Vergiftung falls mein Hund doch aus Versehen Pferdeäpfel aufgenommen hat und an diesem Gendefekt leidet?

Bis zu 12 Stunden nach Aufnahme des Wirkstoffes kann es zu Müdigkeit, Taumeln, Bewusstlosigkeit, Koma, vermehrtes Speicheln, Erbrechen, Weitstellung der Pupillen, Ataxie (unkoordinierte Bewegungen) und Zittern auftreten. Bitte wenden Sie sich in diesem Fall schnellstmöglich an Ihre Tierarztpraxis.

Sie wissen, dass Ihr Hund diesen Gendefekt hat und konnten eine Aufnahme von Kot nicht verhindern? Wenden Sie sich auch jetzt schnellstmöglich an Ihre Tierarztpraxis, damit der Hund ein Medikament zum Erbrechen bekommt. Evtl. kann damit ein Teil der Giftaufnahme verhindert werden.

Grundsätzlich sollte für alle Hundehalter gelten, ein Auge auf ihren Hund zu haben, denn nicht nur Pferdeäpfel können Gefahren bergen.

Wünschenswert wäre eine Aufklärung der Pferdehalter. Eine Beseitigung der Pferdeäpfel auf öffentlichen Wegen nach Wurmkurgabe wäre super, ist aber nicht immer durchführbar. Alternative wäre das frisch entwurmte Pferd 2-3 Tage nicht im Gelände zu bewegen.

Mehr Infos zum MDR1-Gendefekt finden Sie hier:

http://www.vetmed.uni-giessen.de/pharmtox/mdr1_defekt.ph

 

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